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Das LitQ lädt ein: John Fowles „Magus“

John Fowles „Magus“
Der Roman erschien erstmals 1965/77, ist gleichwohl nicht etwa ein Beitrag zur literarischen Postmoderne, für deren angelsächsische Variante John Fowles später als Wegbereiter steht. „Magus“ stellt – wenn man derlei Schubladen mag – reinen literarischen Konstruktivismus dar, indem er ein völlig eigenes, zunächst mysteriöses Universum entwirft, worin sich eine extreme Form klassischer „éducation sentimentale“ seines jungen Protagonisten abspielt; das Ganze ist weitgehend auf einer kleinen griechischen Insel, ein knappes Jahrzehnt nach Ende des Zweiten Weltkriegs angesiedelt, inkl. der Besatzung Griechenlands durch deutsche Truppen unter heftiger Partisanen-Gegenwehr.
Zur Lesung ausgewählt sind nicht die Höhepunkte an Spannung, Spektakel, gar vermeintlicher Magie, die das Buch auch bietet, sondern eher literarisches Decrescendo, Ritardando und seine Fermaten quasi als Ausruh-Momente.
Aus Anlass des 100. Geburtstags von John Fowles lesen
Michael Lehmann & Compagnie
Eine Veranstaltung des Literarischen Quartiers in Kooperation mit dem Bremer Literaturhaus und der Deutschen John-Fowles-Gesellschaft
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