Ausstellungseröffnung mit Werken des Bremer Künstlers Till Meier

Zur Ausstellungseröffnung „Zeichnung und Malerei“ von Till Meier kamen viele Gäste in die Villa Ichon geströmt.

Die Rezitation zur Ausstellung präsentierte Christian Bergmann. Er vertiefte mit Zitaten von Künstlern aus unterschiedlichen Quellen und Epochen die künstlerische Atmosphäre und schuf eine Brücke zwischen Kunst und Sprache. Der Künstler dieser Ausstellung wollte zur Abwechslung Gedanken von(!) Künstlern zum Vorgang des
Kunstbetriebes zeigen.

„Die Zusammenstellung war nicht einem linearen Gedankengang unterworfen, sie war zufällig und bisweilen sprunghaft. Das ist Absicht.“, so Rezitator Christian Bergmann. Der von Berthold Brecht erdachte Leitgedanke stand dabei Pate: „Kunst sollte ein Mittel der Erziehung sein, ihr Zweck aber ist das Vergnügen!“

Begrüßt wurde das Publikum im Namen des Vereins von Kerstin Thompson.

In der Villa Ichon sind Zeichnungen und Malerei aus den letzten zwei Jahren mit ein einigen Rückgriffen aus früheren Phasen des Künstlers zu sehen. Till Meier arbeitet in seinem Atelier in Bremen seit 1984 und war lange Zeit Dozent an der Hochschule für Künste und der vhs für Zeichnung.

Größere Ausstellungen seiner Zeichnungen gab es in Bremen in der Städtischen Galerie, in mehreren Galerien sowie im Atelierhaus Friesenstrasse, dessen Mitbegründer er ist. In der Ichon – Ausstellung sind vornehmlich kleinere Bleistift-Zeichnungen ausgestellt sowie Ölgemälde, die parallel entstanden sind. Till Meier hat sich nach einer Werkperiode, die eher der Auffassung des „offenen Kunstwerkes“ zuzuordnen war, wieder der gegenständlichen Zeichnung und Malerei zugewandt.

Er knüpft bewußt an die Tradition der „Meisterzeichnung“ an. Diese Bezeichnung wird in der Kunstgeschichte nicht wertend verwendet, sondern meint eine zeichnerische Strategie, die seit der Renaissance die klassischen Mittel der räumlichen Darstellung (Stichwort : „Perspektive“) und zeichnerische Vorgänge, wie Schraffur und hell-dunkel-Formulierungen verwendet. Zeichnung unter diesem Vorzeichen ist in der Form zeitlos und unterliegt erst recht nicht dem jeweiligen Vorstand des Kunstbetriebes.

In den Gemälden sind es bei Till Meier die Anknüpfungen an impressionistische und klassische Vorstellungen der Sicht auf die Dinge als Versuch, eine eigene Position zu entwickeln. Die Bilder sind vom Motiv aus entstanden. Als Vorlage dienten eigene Skizzen, Studien oder Handy-Fotos, die nicht technisch, sondern durch Anschauen in die Übertragung in ein Werk gehen und in diesem Prozess durch die ureigenen Mittel der Zeichnung und Malerei Veränderungen erfahren.

Hier geht es zu den Impressionen der Ausstellungseröffnung:

Fotos: Kerstin Thompson

Ein Katalog über Till  Meier erscheint mit freundlicher Unterstützung der Karin und Uwe Hollweg-Stiftung. Er ist auch im Büro der Freunde und Förderer erhältlich während der Ausstellungszeit.

Ausstellungsdauer 08. Mai – 27. Juni 2026

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mo-Fr 11-13 Uhr und Di-Sa 15-18 Uhr

(An Sonn- und Feiertagen geschlossen)

Eintritt frei