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SUMMARY:Ausstellungseröffnung mit Werken des Bremer Künstlers Till Meier.
DESCRIPTION:Die Villa Ichon zeigt ab Mai\, Eröffnung 8.Mai\, eine Ausstellung mit Werken des Bremer Künstlers Till Meier. \nAusstellungseröffnung: Freitag\, 8. Mai um 18:00 Uhr \nZu sehen sind Zeichnungen und Malerei aus den letzten zwei Jahren mit ein einigen Rückgriffen aus früheren Phasen. Till Meier arbeitet in seinem Atelier in Bremen seit 1984 und war lange Zeit Dozent an der Hochschule für Künste und der vhs für Zeichnung. \nGrößere Ausstellungen seiner Zeichnungen gab es in Bremen in der Städtischen Galerie\, in mehreren Galerien sowie im Atelierhaus Friesenstrasse\, dessen Mitbegründer er ist. In der Ichon – Ausstellung sind vornehmlich kleinere Bleistift-Zeichnungen ausgestellt sowie Ölgemälde\, die parallel entstanden sind. Till Meier hat sich nach einer Werkperiode\, die eher der Auffassung des „offenen Kunstwerkes“ zuzuordnen war\, wieder der gegenständlichen Zeichnung und Malerei zugewandt. \nEr knüpft bewußt an die Tradition der „Meisterzeichnung“ an. Diese Bezeichnung wird in der Kunstgeschichte nicht wertend verwendet\, sondern meint eine zeichnerische Strategie\, die seit der Renaissance die klassischen Mittel der räumlichen Darstellung (Stichwort : „Perspektive“) und zeichnerische Vorgänge\, wie Schraffur und hell-dunkel-Formulierungen verwendet. Zeichnung unter diesem Vorzeichen ist in der Form zeitlos und unterliegt erst recht nicht dem jeweiligen Vorstand des Kunstbetriebes. \nIn den Gemälden sind es bei Till Meier die Anknüpfungen an impressionistische und klassische Vorstellungen der Sicht auf die Dinge als Versuch\, eine eigene Position zu entwickeln. Die Bilder sind vom Motiv aus entstanden. Als Vorlage dienten eigene Skizzen\, Studien oder Handy-Fotos\, die nicht technisch\, sondern durch Anschauen in die Übertragung in ein Werk gehen und in diesem Prozess durch die ureigenen Mittel der Zeichnung und Malerei Veränderungen erfahren. \nDie Arbeit lässt sich gut beschreiben mit dem Gedanken Menzels: ALLES zeichnen ist gut und alles ZEICHNEN ist gut. Es kommen also alle Motive vor\, die einem im durchschnittlichen Leben begegnen und die deshalb auch in der Kunstgeschichte als Gattung oder Serie bekannt sind. Menschen als Figur oder Porträt\, Landschaften\, Stillleben\, Räume und auch eine Verknüpfung der Dinge. \nDiese Haltung und damit der Impetus zum Zeichnen und Malen ist bei Till Meier (der vor der Kunst lange Politik studiert und praktiziert hat\, sowie als Dozent die Kunsttheorie und die Kunstgeschichte in der Lehre angewandt hat) bewusst ohne die seit langer Zeit im Kunstraum verlangte „Message“ angelegt. Eine modische „politisch korrekte“ Aussage in den Bildern fehlt also. \nTill Meier versteht es eher so\, dass zum Beispiel ein gezeichneter Baum oder Vogel einen Inhalt haben kann\, ohne dass ein direkter Hinweis – etwa „gefährdet“ – vorhanden sein muß. Für die Gültigkeit als aktuelle Kunst ist danach die Kunst selbst und nicht eine Botschaft verantwortlich. \nEs geht um Darstellung\, bei der die Betrachtung und Assoziation dem Besucher überlassen wird. Der Künstler nennt Alex Colville. Dieser hat die Formulierung gewählt: „als guter Realist muß ich alles erfinden.“ Das wäre die Seite des Malers. \nFür die Seite des Betrachters (zwei Zitate seien noch gestattet) hat Till Meier bei Bert Brecht eine treffliche Wortdrehung gefunden: „Die Betrachtung der Kunst als Kunst der Betrachtung“. Und derselbe fügt später hinzu: „Kunst sollte ein Mittel der Erziehung sein\, ihr Zweck aber ist das Vergnügen!“ \nText: Bob Baumgart
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SUMMARY:Offene Schreibzeit mit Jutta Reichelt
DESCRIPTION:Die „Offene Schreibzeit“ ist eine Einladung an alle\, die vor allem eins möchten: Schreiben! Alles andere spielt keine Rolle: Krimi oder Kurzgeschichte\, autobiographisch oder fiktiv\, keine oder große Schreiberfahrung. Alle\, die Lust aufs Schreiben haben\, sind herzlich willkommen! \nWer möchte\, erhält eine Schreibanregung und jeweils in der letzten Stunde gibt es die Möglichkeit zum Vorlesen und Austausch – aber man kann auch früher gehen oder später kommen: Alles ist erlaubt und eine Anmeldung ist nicht nötig! \n© Dorothea Salzmann-Schimkus\nJutta Reichelt (1967) lebt als Schriftstellerin und Geschichtenanstifterin in Bremen. Sie schreibt Romane\, Erzählungen\, literarische Essays\, bloggt „Über das Schreiben von Geschichten“ und entwickelt Schreibprojekte für Schulen\, Hochschulen\, Theater und Museen. Sie erhielt verschiedene Auszeichnungen\, darunter 2001 den Würth-Preis der Tübinger Poetik-Dozentur. Gerade erschienen ist das Buch „Blaumeier oder der Möglichkeitssinn“\, für das sie die Texte verfasst hat. Im Rahmen der Kooperation zwischen der Universität Bremen und dem Bremer Literaturkontor erhielt Jutta Reichelt im Bereich „Kreatives Schreiben“ in diesem Wintersemester einen Lehrauftrag zum Thema „Meine Lebensgeschichte erfinde ich selbst – Anregungen zum autofiktionalen Schreiben“. 2020 erhielt sie das Projektstipendium des Bremer Autor*innenstipendiums.
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