Widerstand lohnt sich! Zur Geschichte und Zukunft der Bremer Hütte

27.01.2020 um 19:30 Uhr | Raum 5

Eike Hemmer, Bremen, Peter Sörgel, Bremen, Dr. Karl Lauschke, Bochum

Die drei Referenten - zwei ehemalige Betriebsräte (Peter Sörgel u. Eike Hemmer) und ein Historiker (Karl Lauschke) - zeigen am Beispiel der Geschichte der Bremer Hütte, welche Bedeutung die praktische Solidarität der Beschäftigten im Kampf für die Erhaltung ihres Betriebes und ihrer Arbeitsplätze hatte. Resultierten frühere Probleme eher aus Management-Fehlern (damals noch: Klöckner-Hütte), so liegen die gegenwärtigen Gefahren in den Kapitalstrategien des global - d.h. auch jenseits des europäischen Wirtschaftsraumes - operierenden Konzerns Arcelor Mittal.

Mögliche Standortverlagerungen auf der einen, Diskussionen um die hohen CO2- Emissionen im Land Bremen auf der anderen Seite beschreiben die komplizierte Gemengelage, auf die die Belegschaft der Hütte jüngst mit einer Großdemonstration am 18.6.19 reagiert hat. In der Veranstaltung verbinden sich also historische Lehrstücke aus der Geschichte der Bremer Arbeiterbewegung mit den aktuellen Sorgen der Beschäftigten und ihren Antworten in Zeiten des Klimawandels.

Peter Sörgel war Betriebsratsvorsitzender, Eike Hemmer Betriebsrat der Bremer Hütte. Karl Lauschke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum, zahlreiche Publikationen zur Geschichte der industriellen Beziehungen. Ihr gemeinsam erarbeitetes Buch „Widerstand lohnt sich!“ erschien 2017 bei VSA.

Veranstalter: masch Bremen