Vorsorgendes Wirtschaften – was denn sonst?

26.03.2019 um 19:30 Uhr | Raum 5

AB 13.2.16

Vortrag und Gespräch mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Dr. Adelheid Biesecker (emeritiert, früher Uni Bremen)

Wie ist das? Sind wir zur Konkurrenz verdammt?

Spätestens seit Adam Smith, dem Begründer der modernen Wirtschaftswissenschaft, galt und gilt weiterhin für viele Ökonomen das Dogma, Konkurrenz sei der Motor des gesellschaftlichen Fortschritts und die Basis für allgemeinen Wohlstand - trotz der nicht zu übersehenden katastrophalen Folgen, die diese fixe Idee für die Menschheit und die übrigen Geschöpfe und ihre Lebensgrundlagen hat.

Wir sind inzwischen daran gewöhnt, dass die sogenannten Marktgesetze wie Naturgesetze angesehen werden. Demnach sind wir also zu mehr oder weniger rücksichtslosem Konkurrenzverhalten von Natur aus gezwungen.

Wenn man sich an diese Sichtweise gewöhnt hat, bedeutet das aber noch lange nicht, dass sie auch richtig ist. Nein, es geht auch anders.

Wir brauchen lediglich den gängigen kapitalistischen Ökonomiebegriff zu untersuchen: Offensichtlich ist es ein verengter Begriff, reduziert auf das Produzieren von Waren und Dienstleistungsangeboten und auf Kauf und Verkauf.

Eine menschengerechte Ökonomie umfasst dagegen Wirtschaft, Soziales, Natur und Kultur. Ihr Prinzip ist das der Kooperation und Kommunikation. Und eine solche Ökonomie muss nicht erst erfunden werden. Sie hat sich seit undenklich langen Zeiten bewährt und muss nur wieder in Geltung gebracht werden. Und das ist keine leichte Aufgabe. Aber darüber werden wir am 26. März mit Frau Biesecker sprechen.

Eine Veranstaltung von ROLAND-Regional Bildung und Wissen e.V. Informationen über roland.bildung-und-wissen@posteo.de und unter www.roland-regional.de