Vor 80 Jahren: Der deutsche Faschismus beginnt mit der Aggression gegen Polen den Zweiten Weltkrieg

24.09.2019 um 19:30 Uhr | Raum 5

Dr. Reiner Zilkenat, Hoppegarten

Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall Hitlerdeutschlands auf Polen der Zweite Weltkrieg in Europa. Der deutsche Imperialismus hatte den zweiten Versuch, den „Griff nach der Weltmacht“ zu realisieren, systematisch vorbereitet. In Deutschland waren alle potenziellen Antikriegskräfte durch den Terror des Regimes weitgehend mundtot gemacht worden. Die Wirtschaft des Landes wurde bereits seit 1933 zielgerichtet auf den Krieg vorbereitet. Bei der Wehrmacht handelte es sich mittlerweile um die stärkste und modernste Armee in Europa. Und die Politik der anderen Staaten? Hätte es für sie Möglichkeiten gegeben, den Aggressor rechtzeitig zu zügeln und einen Krieg zu verhindern? Wann wäre dafür der richtige Zeitpunkt gewesen? 

Dabei müssten vor allem die Handlungen Großbritanniens und Frankreichs, die eine Politik der „Beschwichtigung“ Hitlerdeutschlands favorisierten, und der Sowjetunion, die auf die Herstellung eines Systems der kollektiven Sicherheit in Europa orientierte, in den Blick genommen werden. Warum blieben die auf Initiative der Sowjetunion im Sommer 1939 in Moskau geführten Verhandlungen der UdSSR, Frankreichs und Großbritanniens ohne Ergebnisse, deren Ziel darin bestand, dem deutschen Faschismus in letzter Stunde durch einen politischen und militärischen Beistandspakt mit Entschlossenheit entgegenzutreten?

Welche Motive bewogen die Sowjetunion, nach dem Scheitern dieser Verhandlungen am 23. August 1939 einen Nichtangriffsvertrag mit Deutschland abzuschließen? Reiner Zilkenat ist Historiker, Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit und Veröffentlichungen: Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung in der Endphase der Weimarer Republik, Aufstieg der NSDAP . Er ist 2. Vorsitzender des Berlin-Brandenburger Bildungswerkes e.V., Autor in der "jungen Welt" und im "Rotfuchs". 

Veranstaltung in Kooperation mit dem Bremer Friedensforum