Vom revolutionären Aufbruch zur Verteidigung der Republik – drei bremische Lebenswege

10.12.2019 um 19:30 Uhr | R5

Ulrich Schröder, Bremen

Im Winterhalbjahr 2018/19 prägten zahlreiche Publikationen und Veranstaltungen zur Novemberrevolution und zur Bremer Räterepublik die öffentliche Wahrnehmung von Vergangenheit. Was ist aus den Revolutionären geworden, nachdem sich ihre Hoffnungen auf Befreiung der Arbeiterklasse von Ausbeutung durch Rätedemokratie zerschlagen hatten? Am Beispiel dreier Biografien soll gezeigt werden, unter welchen Umständen sich Revolutionäre, die sich 1919 als Mitglieder der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) zur Diktatur des Proletariats bekannt hatten, zu militanten Verteidigern der Weimarer Republik wurden, indem sie sich im „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ organisierten und dort Führungsaufgaben übernahmen. Bis auf Hans Hackmack (1900-1970), ab 1945 Lizenzträger des WESER-KURIER, sind sie heute vergessen. Nicht nur er, sondern mehr noch Franz Starker (1881-1937) und Friedrich Frese (1882-1963) spielten in der Bremer Arbeiterbewegung der Weimarer Republik bedeutende Rollen.

Ulrich Schröder, Geschichtslehrer im Ruhestand, Studien und Veröffentlichungen sowohl zur Rätebewegung 1918/19 als auch zum Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold (1924-1933) in Bremen und Umgebung.

Veranstalter: masch Bremen