Verdrängt – Vertagt – Zurückgewiesen: Die deutsche Reparationsschuld gegenüber Polen, Griechenland und Europa

24.10.2019 um 19:30 Uhr | Raum 5

Dr. Dr. Karl Heinz Roth, Bremen

Während des Zweiten Weltkriegs haben die Deutschen die besetzten Länder Europas ausgeraubt und massive Verbrechen an der Zivilbevölkerung begangen. Dafür gab es bis heute fast keine Entschädigung. Vor allem die Länder Ost- und Südosteuropas wurden extrem benachteiligt, obwohl sie am schwersten unter den Zerstörungen und demographischen Folgen zu leiden hatten. Am Beispiel der Fallstudien Polen und Griechenland untersucht der Referent das Ausmaß der deutschen Reparationsschuld und präsentiert Vorschläge zu einer abschließenden Regelung.

Karl Heinz Roth, Arzt, Historiker. Forschungsarbeiten zur Unternehmensgeschichte deutscher Konzerne (u.a. Daimler Benz).

Arbeiten zur Sozialgeschichte des Faschismus und zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, Mitbegründer der Stiftung für Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, Mitherausgeber der Zeitschrift für Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. In den letzten Jahren zahlreiche Veröffentlichungen zu Griechenland. U.a.: „Griechenland am Abgrund. Die deutsche Reparationsschuld. Eine Flugschrift“ und - mit Hartmut Rübner - „Reparationsschuld – Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa.“ (Berlin 2017)

Veranstalter: masch Bremen