Speakerstour – Lage sozialer Bewegungen in Kolumbien

14.06.2019 um 18:30 Uhr | Goldener Saal

“Wir fangen wieder bei Null an,” sagt Gladys Rojas zur
Menschenrechtslage in Kolumbien. Sie hilft kleinbäuerlichen Gemeinden
bei der Verteidigung ihrer Rechte. Dies ist seit der Wahl des
ultrarechten Präsidenten Duque noch riskanter geworden. 600
Aktivist*innen sind seit dem Friedensvertrag zwischen der Guerilla
Organisierung FARC und der Regierung im November 2016 ermordet worden.
Massive Bedrohung sind Alltag, Vertreibungen und das Verschwindenlassen
nahmen zu. Dies trifft ganz konkret auch auf die Region von Pablo
Quintana zu. Er ist Bauer und kann aus erster Hand von den massiven
Übergriffen des Militärs und der Paramilitärs berichten – auch gegen ihn
selbst. Beide kommen zu Besuch nach Deutschland.

PABLO DE JESUS SANTIAGO QUINTANA
Kleinbauer aus Micoahumado und Mitglied der landesweiten
Bauernvereinigung CNA.

GLADYS ROJAS SIERRA
Menschenrechtsverteidigerin, verantwortlich für die Rechte von
Kleinbäuer*innen bei der Corporación Sembrar. Sie bietet psychosoziale
Hilfe für Opfer des Konfliktes an.

Beide sind Mitglieder des Zusammenschlusses linker Organisationen, dem
Congreso de los Pueblos. Zusammen mit dem internationalistischen
Netzwerk Red de Hermandad organisieren wir die Veranstaltungstour, auf
der unsere Gäste über die aktuelle Situation ihrer sozialen Kämpfe in
dem Bürgerkriegsland sprechen. Wenngleich von großer Repression
betroffen, bieten die sozialen Bewegungen Kolumbiens aber auch
beeindruckende Beispiele an (antikapitalistischen) Autonomiebestrebungen.

Veranstalter: Interventionistische Linke Bremen und Rosa Luxemburg Stiftung