In der Reihe „Musica Ritrovata“ „Gefährliche Liebschaften“

06.03.2020 um 19:30 Uhr | Raum 5 und Raum 6

Literatur und Musik  vor der französischen Revolution:

Claude Benigne Balbastre (1724-1799) u.a. und Lesung aus Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos (1741-1803) Skandalroman

Als Vorlage für den Film über verhängnisvolle Affären und Intrigen des französischen Adels während des 18. Jahrhunderts diente der gleichnamige Briefroman von Choderlos de Laclos. Die Dekadenz dieser Zeit mündete geradezu zwangsläufig in die Französische Revolution. Ein musikalischer Beleg für diese Zeit ist die Musik Jean Benigne Balbastres, der als Klavierlehrer Marie Antoinettes und als Komponist der galanten Musik des französischen Rokoko begann. Sein relativ bekanntestes Werk sind jedoch Variationen über die „Marsellaise“.

Die Verfilmung des Romans (erschienen 1782) aus dem Jahr 1988 mit einer Starbesetzung war nicht zuletzt deswegen ein durschschlagender Erfolg, weil er exakt nicht nur die Mode der Zeit rekonstruierte und so ein realistisches Sittengemälde vermittelte. Nur mit der Auswahl der Musik war man eher nachlässig: statt der Musik den Zeit in ihrem Übergang zur Klassik hörte man z.B. Georg Friedrich Händel. Die so entstandene Lücke schließt das Konzert mit Musik aus dem vorrevolutionären Frankreich.

Das Konzert  umschreibt die Entwicklung dieser Zeit durch die Musik Balbastres,  Joseph Boulogne de St. George, Jean Marie Leclair u.a. und einer Lesung aus den „Gefährlichen Liebschaften.“

Es musiziert das Ensemble „Musica Ritrovata“

Ursula Kessl, Bodo Lönnartz (Violinen),
Jenny Westmann (Viola da Gamba)
Hans-Dieter Renken (Cembalo)

Ekkehard Lampe-Steinhage: Lesung aus dem Briefroman „Gefährliche Liebschaften“ von Choderlos de Laclos

Eintritt frei - Spenden erwünscht