fällt leider aus !!! „Deutschland auf der Flucht Exil in Amsterdam Zuid 1933-1945”

22.03.2020 um 10:00 Uhr | alle Räume, Dauer 10 bis 18 Uhr

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Deutsch-niederländische Geschichtswerkstatt des Lastoria e.V.

Hermann Deutschland hat versucht, sein Leben zu retten. Der Hemelinger floh in die Niederlande, wie so viele andere jüdischstämmige Deutsche, und fand Zuflucht in Amsterdam Zuid, in der Nachbarschaft der Familie Frank. Deutschsprachige Verfolgte des Naziregimes aus mehreren Ländern bildeten in der Rivierenbuurt eine Schicksalsgemeinschaft. Bis zum Einmarsch der Wehrmacht konnten sie sich in Sicherheit fühlen. Woher kamen sie? Was ist aus ihnen geworden? Wie gedenken wir ihrer?

Der Bremer Geschichtsverein Lastoria hat vor einigen Jahren das offene Gedenkprojekt “Deutschland auf der Flucht. Exil in Amsterdam Zuid 1933-1945” gestartet, um Informationen zu bündeln und Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich auf diesem Gebiet forschen, miteinander in Kontakt zu bringen, Austausch auf lokaler, regionaler, überregionaler und internationaler Ebene zu ermöglichen und gemeinsam für die Menschenrechte einzutreten.

Lastoria hat Ergebnisse eigener Recherchen online gestellt und in Amsterdam Zuid die Bekanntschaft von Jack M. Weil (dem Stiefbruder von Jona Oberski, dem Autor von “Kinderjahre”), von Gert-Jan Jimmink (Buchhändler), An Huitzing (Annemie en Helmuth Wolff Stichting), Miriam Keesing (Dokin) und anderen gemacht, Museen, Gedenkstätten und eine Gedenkfeier besucht.

Jetzt lädt der Verein Profis und Laien jeden Alters aus Deutschland und den Niederlanden zu einer deutsch-niederländischen Geschichtswerkswerkstatt ein.

Mit Vorträgen, offenem Mikro, einem Kurzkurs Niederländisch, einem Mitsingkonzert, Gesprächsrunden und Lesungen. Unter anderem werden auch Auszüge aus den Kindheitsbiografien von Child Survivors vorgetragen (wie Jona Oberski, R. Gabriele S. Silten und Marion Blumental Lazan). Moderne Formen der Erinnerungskultur werden vorgestellt, wie zum Beispiel auch die Bildungsrennradtour von Bergen-Belsen nach Westerbork, an der vom 1. bis 5. Mai 2020 auch junge Erwachsene aus Bremen teilnehmen können, oder ein neuer Bremer Audiowalk.

Wir wollen Forschungsergebnisse präsentieren und Netzwerke knüpfen. All das mit Bezug zur Gegenwart und Blick in die Zukunft.

Um freien Eintritt ermöglichen zu können, sind wir für Spenden und für Sponsoring dankbar.

Anmeldungen sollten möglichst bis 14. März unter mail@lastoria-bremen.de eingehen. Aus organisatorischen Gründen ist es wichtig, frühzeitig zu wissen, wie groß das Interesse am gesamten Programm oder an einzelnen Programmpunkten ist.

Wer sein eigenes Projekt kurz vorstellen will, kann sich um eine der Fünf-Minuten-Sessions bewerben und wird benachrichtigt.

Nähere Informationen auf www.lastoria-bremen.de und per Mail.

Das Programm

10.00 Uhr Begrüßung (Geschichtsverein Lastoria e.V. als Veranstalter)

 

10.15 Uhr „Deutschland auf der Flucht“ (Monika Felsing)

 

10.45 Uhr „A Rose for Nettie Green“

(Stolperstein-Musikclip von Paul Lindsay/Alasdair Jardine)

 

10.50 Uhr „Bremer Stolpersteingeschichte(n)“ und Bildungsradtour von Bergen-Belsen nach Westerbork im Mai 2020 (Dr. Barbara Johr)

 

11.15 Uhr Offenes Mikro (Drei Gäste oder Kooperationspartner können ihre Gedenkprojekte in je 5 Minuten vorstellen, nach Absprache)

 

11.30 Uhr „Zuflucht auf Zeit“ (Christine Kausch/Uni Münster)

 

12.15 Uhr „Ik heb trek in iets lekkers...” Niederländisch-Kurzkurs (Dr. Helga Kats)

 

12:45 Uhr Mittagspause (kurze Stolpersteinführung möglich, nach Absprache)

 

13:30 Uhr Lesung aus Biografien von Child Survivors (Hörbuchgruppe von Lastoria: Reinhard Jung und Beruta Adolf)

 

14:00 Uhr Offenes Mikro

 

14.15 Uhr „Studio Wolff, 1943“ (An Huitzing/Amsterdam)

 

15.00 Uhr „Mir zaynen ale brider“ Mitsingkonzert (Burghard Bock/Bremen, Violine, und Chorleiterin Veronika Bloemers/Frankfurt am Main)

 

15.30 Uhr „Kaffee und Kuchen Gesellschaft“ (Kontakte knüpfen)

 

16.30 Uhr „Aus den Akten auf die Bühne“ (Folge „Keine Zuflucht. Nirgends”) und „Audiowalk Rosenberg“ (Dr. Eva Schöck-Quinteros und Peter Lüchinger)

 

17.00 Uhr Offenes Mikro

 

17.15 Uhr Abschlussrunde und Ausklang