Nach der Marx-Schwemme: Was bleibt von Engels?

02.10.2018 um 19:30 Uhr | Raum 5

Prof. Dr. Georg Fülberth, Marburg

2017/2018 war ein Doppel-Jubiläum: 150 Jahre "Das Kapital" und 200 Jahre Karl Marx. Wissen wir jetzt mehr über diesen? Vielleicht nicht. Seine Rezeption seit 1867 ist immer wieder vor allem ein Produkt der jeweiligen Zeit gewesen, Marx "an sich" gibt es offenbar nicht.
Eine Variante in dieser Geschichte der ständigen Umdeutungen ist die Dekonstruktion der von Vertreter(inne)n des Marxismus-Leninismus behaupteten Einheit des Wirkens von Marx und Engels gewesen. Das hat Vorteile. Dadurch wird die Besonderheit von Engels – lässt man sich auf sie ein – besser sichtbar: als operativer Intellektueller. Immerhin wird es 2020 ja auch ein Engels-Jahr geben, wenngleich vielleicht ohne "Schwemme."

Georg Fülberth lehrte bis 2004 Politikwissenschaft an der Universität Marburg. Zu seinen Hauptarbeitsgebieten gehört die Geschichte und Theorie des Sozialismus und Kommunismus. Er publiziert regelmäßig in 'uz', 'junge Welt' , 'neues deutschland' und 'konkret'. "Friedrich Engels" ist seine neueste Veröffentlichung (2018 PapyRossa).

Veranstalter: masch Bremen