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		<title>Villa Ichon</title>
		<link>http://www.villa-ichon.de/ausstellungen/</link>
		

		
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			<title>Neue Ruinen</title>
			<link>http://www.villa-ichon.de/neue-ruinen/</link>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Christian Wolter&lt;br /&gt;Neue Ruinen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Ausstellung vom 12. M&amp;auml;rz bis 22. April 2010 &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zur Ausstellungser&amp;ouml;ffnung am Donnerstag, den 11. M&amp;auml;rz 2010 um 19:30 Uhr sind &lt;br /&gt;Sie und Ihre Freunde herzlich in die Villa Ichon eingeladen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es begr&amp;uuml;&amp;szlig;t Herr Lothar B&amp;uuml;hrmann (k&amp;uuml;nstlerischer Leiter der Villa Ichon)&lt;br /&gt;Es er&amp;ouml;ffnet Frau Dr. Ingeborg Besch, Saarbr&amp;uuml;cken (galeriebesch) &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Christian Wolter widmet sich mit seinen fotografischen Serien &lt;em&gt;Bl&amp;uuml;hende Landschaften &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;Bremer Brachen&lt;/em&gt; der eigenartigen Sch&amp;ouml;nheit von gescheiterten Gro&amp;szlig;projekten und Freifl&amp;auml;chen. Mit Fotogafien aus den Reihen &lt;em&gt;Sch&amp;ouml;n Gr&amp;uuml;n&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Gr&amp;uuml;npflege &lt;/em&gt;richtet er seinen Blick auf die Pflanzenwelt und ihre g&amp;auml;rtnerische Behandlung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wolter (*1968) studierte Fotografie bei Peter Bialobrzeski, &amp;shy;Wolfgang Zurborn und Boris Becker an der Hochschule f&amp;uuml;r K&amp;uuml;nste in Bremen. Er &amp;shy;gewann meh&amp;shy;rere Auszeichnungen und Preise, seine Bilder wurden in den letzten Jah&amp;shy;ren u.a. im Haus der Photographie / Deichtorhallen Hamburg, im Museum f&amp;uuml;r Fotografie, Berlin, sowie auf zahlreichen internationalen Festivals ausgestellt.   &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Distel und Zottelwicke in bl&amp;uuml;hender Landschaft&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;span class=&quot;Italic&quot;&gt;26. Februar 2009&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Als die Mauer fiel, reiste Bundeskanzler Helmut Kohl in den Osten, um den Menschen den Wohlstand zu verk&amp;uuml;nden. &amp;quot;Es wird uns gelingen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Th&amp;uuml;ringen schon bald wieder in bl&amp;uuml;hende Landschaften zu verwandeln, in denen es sich zu leben und zu arbeiten lohnt&amp;quot;, hie&amp;szlig; seine Botschaft. Zwanzig Jahre sp&amp;auml;ter stehen die &amp;quot;bl&amp;uuml;henden Landschaften&amp;quot; als gefl&amp;uuml;geltes Wort f&amp;uuml;r gescheiterte Aufschwungstr&amp;auml;ume.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im ramponierten Kleinwagen und mit einer Gro&amp;szlig;bildkamera im Gep&amp;auml;ck ist der Fotograf Christian Wolter Kohls Gl&amp;uuml;cksversprechen durch Ost, aber auch West hinterhergefahren. Was er zeigt, gibt allerdings wenig Grund zur Hoffnung: im Nichts endende Autobahnen, auf Verdacht gebaute Shopping Malls, verwaiste Industriegebiete, nie bezogene Wohnkomplexe, l&amp;auml;ngst insolvente Space-Parks, Chip-Fabriken und Motorsport-Arenen - oder die vorsorglich f&amp;uuml;r m&amp;ouml;gliche Firmensitze elektrifizierten Weiden, die der ostdeutsche Volksmund ironisch &amp;quot;beleuchtete Wiesen&amp;quot; nennt.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Entstanden ist ein Reisetagebuch gescheiterter Gro&amp;szlig;mannss&amp;uuml;chte in kommentierten Bildern: ein sicher einseitiges, aber gestochen scharfes Panorama buchst&amp;auml;blich in den Sand gesetzter Spekulationsobjekte, in denen niemand arbeiten kann oder wohnen will. Was dem zerst&amp;ouml;rerischen Raubbau trotzte, hat nur auf Inseln &amp;uuml;berlebt: jenes Einfamilienhaus nebst Garten etwa im glei&amp;szlig;enden F&amp;uuml;llsandmeer eines geplanten Gewerbegebiets bei Bremen, dem einzig eine &amp;auml;ltere Dame nicht weichen wollte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wolters Arbeit ist im Grenzbereich zwischen Natur- und Architekturfotografie, zwischen Dokumentation und &amp;auml;sthetisch streng komponierter Raffinesse angesiedelt. Nicht immer erschlie&amp;szlig;t sich die Kluft zwischen weicher Verhei&amp;szlig;ung und harter Wirklichkeit dabei unmittelbar aus den teils wundersch&amp;ouml;nen Bildern. Beim Anleger des Wassersportzentrums Havelberg wird die Absurdit&amp;auml;t erst durch die Anmerkung offensichtlich, dass die EU sowohl den Hafen als auch die Renaturierung der Havel-Auen samt Schleusenabbruch f&amp;ouml;rderte, so dass die Bootspl&amp;auml;tze im Sommer trockenliegen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Besonders stark sind die &amp;quot;Bl&amp;uuml;henden Landschaften&amp;quot; dort, wo fotografischer Blick und leise Ironie eine Einheit bilden. Nirgendwo wird das so augenf&amp;auml;llig wie bei der Ansicht vom nie verwirklichten Segelflugplatz bei Augsburg-M&amp;uuml;hlhausen: einem jener Orte also, wo hei&amp;szlig;e Luft und sportliche Aufschwungshoffnung untrennbar ineinandergreifen. Hier zeugen die St&amp;uuml;mpfe des gef&amp;auml;llten Baumbestands vom Absturz unternehmerischer H&amp;ouml;henfl&amp;uuml;ge. Ein feuerverzinktes Gestell steht als hohles Zeichen niemals kommender Prosperit&amp;auml;t in der Gegend. Bei Wolter umrahmt es eine friedliche Baumgruppe, die den Motors&amp;auml;gen seltsamerweise widerstand: ein Bild im Bild f&amp;uuml;r die Sehnsucht nach dem verschwundenen Idyll.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf anderen Fotos sind zwischen Ruinen buchst&amp;auml;blich bl&amp;uuml;hende Landschaften auferstanden. Dort hat sich die Natur jene Terrains zur&amp;uuml;ckerobert, die unternehmerische &amp;Uuml;berheblichkeit ihr rauben wollte. So wirkt das Bild vom verlassenen Pavillon Hollands auf dem Expo-Gel&amp;auml;nde in Hannover wie ein Filmstill von der Kapitulation eines fremden Raumschiffs vor dem Angriff einer sp&amp;auml;rlich, aber beharrlich wuchernden Vegetation.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wachstum in Ost und West, das hei&amp;szlig;t bei Wolter: Boom von Distel, Brombeerhecke und Zottelwicke, von wilder M&amp;ouml;hre und wildem Ampfer. &amp;quot;Ich bin begeistert, wie sich hier eine Pflanzengesellschaft mit dem Habitus von Wildg&amp;auml;rten entwickelt hat&amp;quot;, schreibt er. &amp;Uuml;ber Kohls &amp;quot;Bl&amp;uuml;hende Landschaften&amp;quot; geht nicht die Geschichte, sondern die Natur hinweg. So w&amp;auml;chst mit dem neuen Pflanzenreichtum auch das Tr&amp;ouml;stende. Vielleicht sieht Deutschlands Zukunft ja doch rosig aus. Und vielleicht sind Wolters Landschaften ja bald zumindest solche, in denen, wenn schon nicht zu leben oder arbeiten, so doch Urlaub zu machen sich lohnt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.artbooksheidelberg.de/html/detail/de/christian-wolter-978-3-939583-90-5.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&amp;quot;Bl&amp;uuml;hende Landschaften&amp;quot; von Christian Wolter. Kehrer Verlag, Heidelberg 2008. 128 Seiten, 44 Farbabbildungen. Gebunden, 36 Euro.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class=&quot;ArticleSrc&quot;&gt; Buchtitel: Bl&amp;uuml;hende Landschaften&lt;br /&gt;Buchautor: Wolter, Christian&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.02.2009, Nr. 48 / Seite R8&lt;br /&gt;&amp;copy; Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2010. Alle Rechte vorbehalten. &lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 18:03:39 +0100</pubDate>
			
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