Syrian Collateral – Fotos von Kai Wiedenhöfer

01/02/2018 bis 17/03/2018

Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-13 Uhr & Mo-Fr 16-20 Uhr

01.02.0018 um 19:30 Uhr | alle Räume

Wiedenhoefer Pressebild Kriegsverletzte2

Porträts & Panoramen zum Krieg in Syrien 2014 - 2015

Ausstellungseröffnung am 1. Februar 2018 um 19:30

Begrüßung: Lothar Bührmann,künstlerischer Leiter der Villa Ichon

Moderation: Jasmina Heritani von SEKu

2014 und 2015 fotografierte Kai Wiedenhöfer über fünf Monate kriegsverletzte Syrer-innen im Libanon und Jordanien. Zu dieser Zeit wurden im Bürgerkrieg in Syrien jede Woche etwa 6000 Menschen verwundet.

Die Ausstellung "Syrian Collateral" zeigt sechsunddreissig dieser Verletzten in ruhigen Portraits.  Die Fotografien werden begleitet durch ausführliche Texte, die das Schicksal jedes Einzelnen ausführlich schildern. Die Portraits werden ergänzt durch großformatige Landschaftspanoramen der zerstörten Stadt Kobane, die stellvertretend für den Zustand vieler syrischer Städte steht.

Die Ausstellung wirft einen ruhigen, aber nachhaltig bedrückenden Blick auf den furchtbarsten Konflikt unserer Tage.

Zwei Publikationen „Syrian Collateral“ und „FORTY out of ONE MILLION“ begleiten die Ausstellung.

 

In 2014 and 2015 Kai Wiedenhöfer photographed for five months Syrian war wounded.

Currently every weak 6 000 Syrians are injured.  Syrian Collateral depicts forty of them in calm portraits which are complemented by long captions describing in detail each injureds fate. The portraits are combined with large panoramic landscapes of destroyed Syrian cities mostly Kobane. The injured and panoramas are interrupted by double paged fact sheets which provided the reader with basic figures about the damage which is done to Syria. For example the destruction of 2,1 million homes. Syrian Collateral is a quiet compendium of the most horrific conflict in our time.

 

Kai Wiedenhöfer geboren 1966 in Schwenningen am Neckar studierte Photographie und  Buchgestaltung an der Folkwang Universität der Künste Essen und Arabisch in Damaskus. Seit 1989 ist der Nahe Osten sein Arbeitsschwerpunkt. Er erhielt verschiedene Stipendien und Preise, wie die Leica Medal of Excellence, den Alexia Grant für Weltfrieden und Verständigung, World Press Awards, den Eugene Smith Grant für humanistische Photographie und den Carmignac Gestion Photojournalism Award. Im Steidl Verlag veröffentlichte er 2002 „Perfect Peace“, 2007 Buch „Wall“ sowie 2010 „The Book of Destruction“, das im Musée d´Art Moderne de la Ville de Paris als Einzelausstellung gezeigt wurde. 2013 erschien „CONFRONTIER“ über Grenz und Separationsmauern weltweit. Die Photographien wurden  in der Ausstellung WALLonWALL auf 1200qm der Berliner Mauer gezeigt. Im Sommer 2016 lief dort die Folgeausstellung WARonWALL über den Krieg in Syrien. Sie wurde begleitet von dem Buch „Syrian Collateral“. Im Dezember 2016 erhielt Wiedenhöfer die Carl-von-Ossietzky Medaille der Internationalen Liga für Menschenrechte in Berlin.

Ausstellung in der Villa Ichon : In Kooperation mit dem Syrischen  Exil-Kulturverein